ICH SUCHE NICHT ICH FINDE

 

SUCHEN, das ist das Ausgehen von alten Beständen in ein Finden-Wollen

von bereits Bekanntem im Neuen.

 

FINDEN, das ist das völlig Neue!

Auch in der Bewegung.

Alle Wege sind offen, und was gefunden wird, ist unbekannt.

Es ist EIN WAGNIS, EIN HEILIGES ABENTEUER.

 

Die Ungewissheit solcher Wagnisse können eigentlich nur jene

auf sich nehmen, die IM UNGEBORGEN SEIN SICH GEBORGEN WISSEN,

die in die Ungewissheit, in die Führerlosigkeit geführt werden,

die sich im Dunkeln einen unsichtbaren Stern überlassen,

die sich vom Ziele ziehen lassen und nicht -

menschlich beschränkt und eingeengt - das Ziel bestimmen.

 

Dieses OFFEN SEIN für jede neue Erkenntnis,

für jedes neue Erlebnis im außen und innen:

Das ist das WESENHAFTE DES MODERNEN MENSCHEN,

der in ALLER ANGST DES LOSLASSENS doch die

GNADE DES GEHALTEN SEINS

im OFFENBAR WERDEN NEUER MÖGLICHKEITEN erfährt.

 

Pablo Picasso

 

Monatszitat  für Februar 2018