EURE KINDER SIND NICHT EURE KINDER.

SIE SIND DIE SÖHNE UND DIE TÖCHTER DER SEHNSUCHT DES LEBENS NACH SICH SELBER. SIE KOMMEN DURCH EUCH ABER NICHT VON EUCH. UND OBWOHL SIE MIT EUCH SIND, GEHÖREN SIE EUCH NICHT.

IHR DÜRFT IHNEN EURE LIEBE GEBEN ABER NICHT EURE GEDANKEN. DENN SIE HABEN IHRE EIGENEN GEDANKEN. IHR DÜRFT IHREN KÖRPERN EIN HAUS GEBEN, ABER NICHT IHREN SEELEN. DENN IHRE SEELEN WOHNEN IM HAUS VON MORGEN, DAS IHR NICHT BESUCHEN KÖNNT, NICHT EINMAL IN EUREN TRÄUMEN.                    KHALIL GIBRAN

 

Muttersein, sowie Elternsein ganz allgemein, ist eine Möglichkeit biographischer Individuation. Es ist eine Aufgabe, die uns das Leben stellt. Wir sind frei darin, WIE wir sie erfüllen. Aber die Verantwortung bleibt.

Wenn ich im folgenden vor allem von der Mutter spreche, hat das im Wesentlichen folgenden Hintergrund:

Die Mutter ist naturgemäß und seit Jahrtausenden diejenige, die dem kommenden Wesen Raum gibt. Sie trägt es in ihrem Leib bis die Zeit reif ist. Und auch wenn heute die Väter sich auf den Weg gemacht haben, ihre Rollen zu verlassen, um schon von Anfang an liebend begleiten, ist es für diese nicht leicht. Denn wie in einem Konkon ist die Beziehung von Mutter und Kind noch eine lange Weile wahrnehmbar. Und wer heute noch bereit ist, sich mehr auf seine Wahrnehmung zu verlassen, als auf die Gedanken anderer, wird auch nicht einem Trend Glauben schenken, der meint die Mutter-Kind-Beziehung sei ein soziales Konstrukt.

Selbstverständlich wollen und sollen Väter von Anfang an eine Beziehung zu ihrem Kind aufbauen. Die Schulung und Reifung mütterlicher Anteile in der männlichen Seele ist ganz sicher zeitgemäß. Und je stabiler die Vater-Kind Beziehung wachsen kann, desto freier ist die Mutter, dann, wenn Mutter und Kind den Zeitpunkt dafür empfinden, ihren männlichen Anteilen Raum zu geben.

Doch der Anfang gehört dieser Einheit, dieser Symbiose zwischen Mutter und Kind, die sich lösen darf, so wie die Mutter es in ihrer Verantwortung dem Kind gegenüber als wahr empfindet.

Was Mütter als wahr empfinden, wird Ihnen jedoch heute in vielfacher Hinsicht ausgeredet.

Denn ihre erhöhte wache Aufmerksamkeit diesem kleinen Wesen gegenüber nach der Geburt und noch viele Monate später, sind Teil einer unsichtbaren Verbindung, mit der die Mutter, die Lebenskräfte des Kindes nährt. Durch die polare Ausrichtung ihrer Lebens- und Seelenkräfte gegenüber denen des Mannes ist sie konstitutionell gesehen in den ersten Jahren der nährende Bezugspunkt - körperlich, seelisch und geistig - für das Kind. 

Auch wenn Mann und Frau sich durch die seelische Emanzipation der Geschlechter androgyner entwickeln, weil die Freiheit des Geistes in unserer Seele reift, ist die Polarität der Geschlechter und / oder ihre ätherisch-astrale Konstitution immer noch eine Voraussetzung für unsere Sehnsucht nach Einheit. Deshalb ist MutterSEIN heute keine Frage der Orientierung nach einer Rolle mehr, sondern vor allem eine Gewissensfrage. Denn die Mutter kann wahrnehmen, welche Dynamik zwischen Bindung und Lösung sich in ihrer individuellen Beziehung zu ihrem Kind entfaltet. Und das kann bei jedem Kind und in jedem Familiensystem anders sein.

Eine Gesellschaft, die nicht bereit ist, den Bedürfnissen des Kindes gemäß dessen Betreuung durch die Eltern zu unterstützen, muss sich fragen lassen, mit welchen Ziel sie diese Verantwortung beschneidet. Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau kann sich erst eine solche nennen, wenn sie die große Bedeutung der Mutterschaft für die Gesellschaft - auch monetär - integriert. Dazu gehört zweifelsfrei auch die Entfaltung der mütterlichen Anteile in der Seele des Mannes. Es ist eine Seelenfähigkeit, Raum geben zu können für die Entwicklung eines fremden Wesens. Sich dafür zu entscheiden, heißt zu entschleunigen, sich Zeit zu nehmen, präsent zu sein und seine eigenen spirituelle Entwicklung ernst zu nehmen. Denn wir sind der Umraum, in dem das Kind sein oder nicht sein kann.

Die Fähigkeit, Raum geben zu können für eine Seele, deren Aufgaben auf die Zukunft gerichtet sind, ist eng verbunden mit der eigenen spirituellen Entwicklung. Denn Raum geben heißt, die eigenen Vorstellungen, Erwartungen und Bedürfnisse zurück zunehmen und heißt vor allem bereit zu sein, die eigenen emotionalen Beziehungsmuster, Werte oder Glaubenssätze anzusehen und los zu lassen. Es hat mit der Bereitschaft zu tun, präsent zu sein, zu entschleunigen und sich in Fragen zu üben, die auf das uns fremde Wesen des Kindes gerichtet sind. Kurz gesagt, es hat mit der Bereitschaft zu tun, bedingungslos lieben zu lernen.

 

Eine Gesellschaft, deren Herausforderung in der Begegnung mit fremden Kulturen liegt, muss ihre Aufmerksamkeit auf die Kultivierung dieser Seelenfähigkeit richten.   


 

 

Das Wochenendformat DIE ERWACHTE MUTTER ist mir ein Herzensanliegen.

Hier lehre ich tiefer zu verstehen, warum die Aufgabe, ein Kind zu begleiten, eng mit dem eigenen spirituellen Wachstum verbunden ist. 

Denn Kinder kommen aus der Zukunft. Und sie wollen unsere Zukunft. Deshalb beschäftigen wir uns in diesem Seminar mit der Frage:

"An welcher Schwelle stehe ich?" Und: "Wie steht diese Frage in Beziehung zu meinem Kind?"

WOCHENENDSEMINAR FÜR MÜTTER

DIE ERWACHTE MUTTER

Ein Wochenende für Präsenz und seelische Erweiterung

in Zusammenarbeit mit dem Verein "frei wachsen"

  

26. bis 28. Oktober 2018 im Kunsthof Eibenstock

Frühbucherpreis bis 9.10.2018   175 €,  danach   195 €

VORTRAG     Freitag 16.30                                             15 € 

Dieses Seminar - und auch der Vortrag - richten sich an Mütter, die jenseits gesellschaftlicher Rollenerwartungen ihren individuellen Fragen zu ihrer Aufgabe als Mutter Raum geben möchten. Anhand des Urbildes seelisch-geistiger Entwicklung werde ich die Zusammenhänge erörtern, in denen die Rhythmen in der eigenen Biographie mit den Entwicklungsrhythmen des Kindes stehen. Neben Impulsvorträgen gebe ich Übungen zur Klärung der gegenwärtigen Entwicklungsschwelle, die sich immer in den Erfahrungen der eigenen Sozialisierungen spiegelt. 

DIE ERWACHTE MUTTER

ein Wochenende für Präsenz und

seelische Erweiterung

 

26. bis 28. Oktober 2018

Frühbucherpreis bis 9.10.      175 €

                              danach        195 € 

 

VORTRAG                            15 €                

"Ich werde am Du" - biographische Zusammenhänge in der Seelenarbeit zwischen mir und meinem Kind

 

Freitag,  26. Oktober um 16.30 Uhr

 

 

 

ABLAUF:

Freitag

16 .00 Uhr          Ankommen

16.30 Uhr           Vortrag   "Ich werde am Du"      -         biographische Zusammenhänge in der                                                       Seelenarbeit zwischen mir und meinem Kind

19.00 Uhr           Abendessen

20.00 Uhr            Fragen und Reflexion "Wo stehe ich jetzt?"

Samstag

 9 .00 Uhr          Frühstück

10.00 Uhr          Meditation, Traumarbeit, Fragen aus der Nacht

11.00 Uhr          welche Fragen stellt mir mein Kind? - Einzelarbeit und Gruppenarbeit

13.00 Uhr          Mittagessen

15.00 Uhr          Fragen zum aktuellen Jahrsiebt - Einzelarbeit und Gruppenarbeit

17.00 Uhr          Bild zum aktuellen Jahrsiebt

18.00 Uhr          Abendessen

ab 19.30 Uhr     Einzelarbeit auf Wunsch

Sonntag

 9 .00 Uhr          Frühstück

10.00 Uhr          Meditation, Traumarbeit, Fragen aus der Nacht

11.00 Uhr           Impulsvortrag zu den Planetenwirkungen in der Biographie

12.00 Uhr          Fragen zum Jahrsiebt der Spiegelung - Einzelarbeit

13.00 Uhr          Mittagessen

14.30 Uhr          Paararbeit und Gruppenarbeit - Bild zum Jahrsiebt

16.00 Uhr           Zusammenfassung - An welcher Schwelle stehe ich?