Januar 2018 

 

Und glaube ja nicht

dass der Garten im Winter

seine Ekstase verliert.

Er ist still.

Aber die Wurzeln sind aufrührerisch

ganz tief da unten.

 

                                         RUMI            

                  

 

 Februar 2018

 

ICH SUCHE NICHT ICH FINDE

 

SUCHEN, das ist das Ausgehen von alten Beständen in ein Finden-Wollen

von bereits Bekanntem im Neuen.

 

FINDEN, das ist das völlig Neue!

Auch in der Bewegung.

Alle Wege sind offen, und was gefunden wird, ist unbekannt.

Es ist EIN WAGNIS, EIN HEILIGES ABENTEUER.

 

Die Ungewissheit solcher Wagnisse können eigentlich nur jene

auf sich nehmen, die IM UNGEBORGEN SEIN SICH GEBORGEN WISSEN,

die in die Ungewissheit, in die Führerlosigkeit geführt werden,

die sich im Dunkeln einen unsichtbaren Stern überlassen,

die sich vom Ziele ziehen lassen und nicht -

menschlich beschränkt und eingeengt - das Ziel bestimmen.

 

Dieses OFFEN SEIN für jede neue Erkenntnis,

für jedes neue Erlebnis im außen und innen:

Das ist das WESENHAFTE DES MODERNEN MENSCHEN,

der in ALLER ANGST DES LOSLASSENS doch die

GNADE DES GEHALTEN SEINS

im OFFENBAR WERDEN NEUER MÖGLICHKEITEN erfährt.

  

                                                                     Pablo Picasso

                                          

 

  März 2018 

 

 Es keimen der Seele Wünsche

Es wachsen des Willens Taten

Es reifen des Lebens Früchte

 

Ich fühle mein Schicksal

Mein Schicksal findet mich

Ich fühle meinen Stern 

Mein Stern findet mich

Ich fühle meine Ziele

Meine Ziele finden mich

 

Meine Seele und die Welt sind eines nur.

 

Das Leben, es wird heller um mich.

Das Leben, es wird schwerer für mich.

Das Leben, es wird reicher in mir.

  

                                                                          Rudolf Steiner    

                                                                                                                     

     

  April 2018      

 

 Die Heldenreise

 

 Außerdem müssen wir das Abenteuer nicht einmal allein wagen,

denn die Helden aller Zeiten sind uns vorausgegangen.

Das Labyrinth ist bestens bekannt.

Wir müssen nur dem Weg des Heldenpfades folgen,

und wo wir gemeint hatten, Gräuel zu finden,

werden wir einen Gott finden

Und wo wir gemeint hatten, einen anderen zu erschlagen,

werden wir uns selbst erschlagen.

Wo wir gemeint hatten, nach außen zu fahren,

werden wir in das Zentrum unseres eigenen Daseins gelangen.

Und wo wir gemeint hatten, allein zu sein,

werden wir mit der ganzen Welt sein.“

 

       Joseph Campbell in: „Der Heros in tausend Gestalten